Ab 2. August musst du KI kennzeichnen. Neue Ipsos-Daten zeigen, warum das kein Nachteil ist.
In zwölf Tagen ändert sich die Regel. Am 2. August greift Artikel 50 des EU AI Act. Wer KI-generierte Bilder, Videos, Audios oder Texte veröffentlicht, muss sie von da an sichtbar als künstlich erzeugt kennzeichnen.
Die meisten sehen darin eine Pflicht. Andere sehen Aufwand.
Eine neue Studie von Ipsos und dem German Brand Award, im Mai 2026 mit 1.160 Menschen in Deutschland erhoben und im Juni veröffentlicht, zeigt das Gegenteil.
Drei Befunde verändern die Rechnung.
Erstens.
Deine Kunden erkennen KI nicht mehr. Bei echten und KI-generierten Anzeigen lagen die Befragten fast im Münzwurf daneben, 44 Prozent waren sich beim eigenen Urteil unsicher. Wer glaubt, sein Publikum durchschaue KI-Bilder, überschätzt es.
Zweitens.
Über die Wirkung entscheidet die Wahrnehmung.
Wird eine Kampagne als echt wahrgenommen, gefällt sie deutlich besser und erzeugt ein besseres Markengefühl (52 zu 33 Prozent bei "gefällt mir", 49 zu 32 beim Markengefühl).
Und zwar unabhängig davon, ob das Bild echt war.
Ein reales Foto, das nach KI aussieht, verliert.
Ein KI-Bild, das echt wirkt, gewinnt.
Drittens.
Der eigentliche Hebel.
In vertrauenssensiblen Branchen macht die Kennzeichnung die Marke stärker. Bei einer Bio-Anzeige schnitt die klar als KI gekennzeichnete Version besser ab als die ungekennzeichnete, die als KI erkannt wurde, 43 zu 33 bei "gefällt mir", 40 zu 32 beim Markengefühl.
Offene Kennzeichnung schlägt verdeckten KI-Einsatz.

75 Prozent der Deutschen wünschen sich diese Kennzeichnung. Das Gesetz macht ab August verbindlich, was deine Kunden ohnehin verlangen.
Die Empfehlung ist unbequem einfach. Kennzeichne KI. Kennzeichne auch dort, wo es rechtlich nicht zwingend ist, und weise echte Inhalte ausdrücklich als real aus, um den Vertrauensbonus mitzunehmen.
Wer bis August wartet, verschenkt zwölf Tage Vorsprung.
Du willst solche Impulse direkt ins Postfach? Hier kannst du unseren Newsletter abonnieren.
Dieser Artikel ist zuerst am 21.07.2026 als Newsletter erschienen. Wenige Tage später wird er automatisch als Blogartikel veröffentlicht.


